Kooperationspartner*innen

Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt

Organisationen, mit denen wir bei der Ausstellung zusammenarbeiten und die eigene Beratungs- und Unterstützungsangebote bereitstellen.

The Sirens Collective e.V.

Sirens Collective ist ein Zusammenschluss von Gestalterinnen, Aktivistinnen und Überlebenden. Der Verein betreibt ein feministisches digitales Archiv, in dem Betroffene ihre Erfahrungen mit patriarchaler, sexualisierter Gewalt aufschreiben und teilen können. Jede Erfahrung zählt dort, auch die, die Betroffene selbst für zu klein halten. Mit einem Podcast, Texten und künstlerischen Arbeiten macht das Kollektiv öffentlich, was sonst als Einzelfall abgetan wird, und bringt Überlebende, Unterstützer*innen und Öffentlichkeit zusammen. Sirens Collective macht das Unbequeme sichtbar, laut und spürbar. Die Sirenen schaffen einen Raum für das, was zu oft im Verborgenen bleibt – mit Worten, mit Kunst, mit Wut und Weichheit.

thesirenscollective.com

Survivor Queen gGmbH

Survivor Queen wurde von der Traumatherapeutin Mai Nguyen gegründet, die selbst Betroffene ist. Die gemeinnützige Organisation unterstützt Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, traumasensibel und körperorientiert dabei, mit den Folgen umzugehen und wieder selbstbestimmt zu leben. Sie bietet Einzelberatung, Gruppencoaching, Online-Kurse zur Selbstregulation, Webinare, einen Podcast und einen Online-Kongress an. Auf der Webseite finden Betroffene außerdem ein Trauma-Glossar, einen Blog und ein kostenloses E-Book mit Übungen für Momente, in denen Flashbacks oder Dissoziationen auftreten. In der Survivor Queen Community tauschen sich Frauen aus, für Männer entsteht die Survivor King Community. Viele Angebote sind kostenlos oder auf Spendenbasis.

survivorqueens.de

Feminist Law Clinic e.V.

Feminist Law Clinic bietet kostenlose und vertrauliche Rechtsberatung für alle Personen an, zum Beispiel bei sexualisierter Gewalt. Ehrenamtliche Berater*innen erklären die rechtliche Lage verständlich, helfen bei der Orientierung im Rechtssystem und begleiten auf Wunsch die Suche nach einer passenden Anwältin oder den Kontakt zu Beratungsstellen. Die Beratung findet online oder vor Ort statt und wird von Volljurist*innen fachlich betreut. Hintergrund ist die Erfahrung, dass Sexismus und Queerfeindlichkeit alltäglich sind, die Betroffenen ihre Rechte aber oft nicht kennen. Deshalb bildet der Verein in eigenen Vorlesungsreihen zu Themen aus, die im Jurastudium kaum vorkommen, darunter Sexualstrafrecht und Antidiskriminierungsrecht. Die Veranstaltungen sind offen für alle, nicht nur für Jurastudierende.

feministlawclinic.de

bff — Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Im bff, dem Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, sind mehr als 160 Fachberatungsstellen aus ganz Deutschland zusammengeschlossen. Dort finden Frauen und Mädchen, die Gewalt erlebt haben, wohnortnah und unkompliziert Unterstützung. Viele Beratungsstellen sind auch für Angehörige, Freund*innen und Fachkräfte da. Über die Hilfsdatenbank auf der Webseite lässt sich per Postleitzahl die nächste Beratungsstelle finden. Außerdem informiert der bff für jedes Bundesland über vertrauliche Spurensicherung, erklärt psychosoziale Prozessbegleitung und bietet Informationen zu sexualisierter Gewalt, digitaler Gewalt und K.O.-Tropfen. Politisch setzt sich der Verband für eine ausreichende Finanzierung der Beratungsstellen und die Umsetzung der Istanbul-Konvention ein.

frauen-gegen-gewalt.de/de/aktuelles.html

HateAid

HateAid ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzt und Betroffene digitaler Gewalt unterstützt. Sie berät Menschen, die im Netz beleidigt, bedroht oder bloßgestellt werden, und übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für Gerichtsverfahren. Über den HateAid-Buddy auf der Webseite finden Betroffene schnell die passende Unterstützung für ihren Fall. Auch bildbasierte sexualisierte Gewalt gehört zu ihren Themen: HateAid hat u. a. einen Gesetzesvorschlag gegen sexualisierende Deepfakes vorgelegt und fordert Regeln für Smart Glasses, mit denen Frauen heimlich gefilmt werden. Politisch setzt sich die Organisation in Deutschland und der EU für wirksamen Schutz vor digitaler Gewalt ein.

hateaid.org

Kein Opfer e.V.

Kein Opfer e.V. setzt sich bundesweit für Menschen ein, denen K.O.-Tropfen verabreicht wurden und die sexualisierte Gewalt erfahren haben. Die Vision des Vereins ist eine Gesellschaft, in der Konsens und Respekt selbstverständlich sind, Betroffenen geglaubt wird und niemand aus Scham über sexualisierte Gewalt schweigen muss. Dafür stehen Aufklärung zu K.O.-Tropfen, sexualisierter Gewalt und Konsens und Präventionsarbeit an Schulen an erster Stelle. Für Betroffene veranstaltet der Verein jedes Jahr das KO-Community-Wochenende mit Workshops, Austausch und Begegnung. Politisch setzt sich KO e.V. für ein „Nur Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht ein und bringt durch Öffentlichkeitsarbeit diese wichtigen Themen in Medien und öffentliche Debatten.

ko-ev.de